Interview mit Dr. Gabriele Hooffacker

Interview mit Dr. Gabriele Hooffacker, 48 Jahre, Leiterin der Journalistenakademie

Seit wann besteht die Journalistenakademie in der Arnulfstraße?

Die Journalistenakademie existiert seit Februar 2000 in der Arnulfstraße. Seit 1992 betreiben wir den Medienladen in der Renatastraße, ganz in der Nähe.

Wie haben Sie diesen Standort für die Akademie entdeckt?

Ich wohne in Neuhausen und 1999 fiel mir auf, dass hier eine größere Gewerbefläche freisteht. Schnell wurden wir uns mit der Postbaugenossenschaft einig, aus den Räumlichkeiten der ehemaligen Großbäckerei eine Lehranstalt zu machen.

Wie ist das Verhältnis zu den Mietern und zum Vermieter?

Grundsätzlich waren alle froh, dass der Trubel, der bei einer Großbäckerei entsteht, ein Ende hatte. Andererseits mussten sich die Mieter auch erst an den regen Betrieb im Hof zu den Pausenzeiten der Akademie gewöhnen. Die Interaktion mit den Verantwortlichen der Postbaugenossenschaft möchte ich als äußerst gut und partnerschaftlich beschreiben. Und noch ein weiterer Vorteil, den man als Mieter einer Genossenschaft hat: Da es hier noch eigene Handwerker gibt, kann in dieser Hinsicht jedes Problem rasch gelöst werden. Grundsätzlich sind wir als Mieter eines Gewerbeobjektes aber kein Mitglied der Genossenschaft und zahlen auch die marktüblichen Preise.

Wohnen Sie selbst oder ein Mitarbeiter in einer Wohnung der Postbaugenossenschaft?

Nein, aber wir konnten ganz unbürokratisch die Räumlichkeiten des aufgelösten Teppichgeschäftes neben unserer Akademie dazu mieten. Auch in diesem Fall war die Postbaugenossenschaft äußerst kooperativ.

Gibt es besondere Beziehungen zu den anderen Gewerbetreibenden?

Grundsätzlich stehen wir im engen Kontakt mit den anderen gewerblichen Mietern. Wir sehen unseren Schulbetrieb als Bereicherung für das Viertel - immerhin sind bis zu sechzig Teilnehmer und Dozenten unserer Kurse hier täglich unterwegs.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft hier in der Arnulfstraße?

Durch Neubausiedlungen entlang der Bahnlinie wird Neuhausen noch enger an das Zentrum rücken. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist jetzt schon sehr gut und wird immer besser. Der Standort hier in der Mustersiedlung der Postbaugenossenschaft ist sehr attraktiv und wird eher noch interessanter für alle Mieter werden.